Kleidung und Ausrüstung

Die Temperaturen im Regenwald bewegen sich tagsüber um die 30º und steigen immer wieder auch über 35º an. Nachts hat es selten weniger als 22º. Gleichzeitig beträgt die Luftfeuchtigkeit zumeist über 90%. Die Kleidung sollte an diese Gegebenheiten angepasst sein: kurz- und langärmelige Shirts aus Baumwolle, schnell trocknende Hosen, für die Abende ein Baumwollpulli oder eine Fleecejacke und für die Nacht ein warmer Pyjama und Badekleidung. Eine Kappe oder Sonnenhut gehören unbedingt ins Gepäck.

Schutz vor Insekten: Lange Ärmel und lange Hosen vermeiden unangenheme Kontakte mit der Insektenwelt. Antiinsektenspray oder -balsam in ausreichender Menge, sodass auch die Kleidung damit imprägniert werden kann, ist ratsam. Es gibt auch Kleidung, die als insektensicher gilt. Wenn Sie eine schamanische Diät, in der Sie keine Antiinsektenmittel verwenden dürfen, vorhaben, achten Sie bitte auf leichte aber möglichst geschlossene Kleidung.

Besonders lästig sind Isangos – Grasmilben. Sie verursachen stark juckende Bisse, die sich leicht entzünden können. Insektenabwehrmittel helfen verlässlich. Zusätzlich schützen in höherem Gras Gummistiefel, die Sie vor der Hütte ausziehen können. Und legen Sie niemals Ihre im Freien getragenen Kleider auf Ihr Bett. Zusätzlich können Sie die winzigen Milben auch in der Dusche abspülen.

Eine starke Sonnenschutzcreme und eine Taschenlampe gehören ebenfalls ins Gepäck.

Gummistiefel für Wanderungen kaufen Sie auf Empfehlung Don Pedros günstig in Iquitos, auf dem Markt von Belén. Sie ersparen sich teure Wanderschuhe. Die Stiefel haben grosse Vorteile, u.a. wegen der Ameisen und als Schutz vor Schlangen und Parasiten.

Für die Heimreise empfehlen wir, warme Kleidung „vakuumverpackt“ im Gepäck zu haben. Leder und Stoff beginnen im feuchten Klima des Regenwaldes rasch zu muffeln und zu schimmeln. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Stoffkoffer oder -rucksäcke. Ledergürtel, -schuhe und auch -geldbörsen sind ebenfalls gefährdet.

Handtücher und Bettzeug gibt es im Camp. Ihre Kleider werden für Sie im Camp gewaschen. Trinkgeld für die Wäscherinnen ist in bescheidener Form angebracht.

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Wilde Tiere

Mücken sind vor allem abends lästig. Im Haus gibt es Moskitoschutz. In den Schlafräumen gibt es mehrfachen Moskitoschutz. Dringend das Insektenschutzmittel „no bite“ auch für die Kleider besorgen! Gefährliche Raubtiere wie Jaguare gibt es in der Nähe mit Sicherheit nicht. Schlangen bedrohen eher die Bauern auf den Feldern. Vorsicht ist jedoch immer geboten. Im Medizinpflanzengarten jedoch zu empfehlen: Stiefel tragen wegen der Ameisen!

Schlangen wurden bislang noch keine gesichtet, ganz auszuschliessen ist es nicht. Wichtig: Nicht in den Fluss pinkeln, das könnte zu Parasitenübertragung führen. Es gibt viele ganz kleine Ameisen, die auf Blüten und auf Blättern sitzen. Zu gewissen Zeiten gibt es auch Isangos (Hautparasiten). Man schützt sich mit Stiefeln und festen Hosen.

Auf Kanureisen gilt die Empfehlung, auf Blumenpflücken zu verzichten, es besteht sonst die Gefahr von Ameisen bzw. Schlangenbissen. Für die Mestizos sind die Ameisen und Schlangen die Eltern der Blumen, die sie bewachen. Sie nehmen ihre Arbeit ernst.

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