Familie: Euphorbiacaea Croton lechleri L., Croton draconoides (Muell.) Arg. = Croton palanostigma Kl., Croton erythrochilus (Muell.) Arg., Croton salutaris, Croton gossypifolius (Croton sp.)
Native Bezeichnungen: Sangre de Drago, Drachenblut, Sangue de Aqua. Die Quetchuas nennen die Flüssigkeit „Yahuar huiqui“, eine weitere Spezies die ebenso Verwendung findet „Ian Iqui“.
Verwendete Substanzen: Saft des Baumes, Rinde

Der Baum wächst im Regenwald Perus bis hin zu den Jungas, den Abhängen der Anden und gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Er wird zwischen zehn und zwanzig Meter hoch,und gedeiht auch noch in den artenarmen Sekundärwäldern. Etwa 750 Arten von Croton Bäumen sind jedoch in tropischen und subtropischen Regionen beider Hemisphären zu finden. Der Name ‚Drachenblut‘ kommt daher, dass, wenn man Stamm und Äste anritzt, eine rote Flüssigkeit ausströmt. Sie hat eine Konsistenz und Farbe vergleichbar mit Menschenblut. Abgezapft wird Sangre de Drago in der Regenzeit. Wenn das Latex an die Luft kommt, trocknet es schnell, deshalb muss es rasch luftdicht abgefüllt werden. Es ist reich an Taninen. Wenn man sich diese Flüssigkeit auf die Haut reibt, erzeugt die Reibung einen leichten weissen Schaum. So kann man erkennen, ob die Medizin rein ist. Auf Wunden und Verletzungen aufgetragen wird der Saft von den Völkern des Regenwaldes zur Heilung frischer Wunden eingesetzt. Berühmt ist er dort, als blutstillendes Mittel bei Geburten.. Wenn eine Frau im Urwald ein Baby bekommt, wird dafür gesorgt, dass Sangre de Drago griffbereit ist. Amazonasreisende haben die Flüssigkeit vielleicht schon kennen gelernt. Bei frischen Schnittverletzungen auf die Wunde aufgetragen, stoppt es sichtbar sofort die Blutung. Es wird jedoch nicht eingesetzt, wenn die Wunde zu bluten aufgehört hat. Curanderos empfehlen Sangre de Drago auch bei Magenschmerzen, Durchfall, verdorbener Magen, Übelkeit, Geschwüre, Halsschmerzen, Verdauungsstörungen, Magengeschwür und Magen-Darm-Entzündung. Äusserlich aufgetragen bei: Herpes Labialis, Schuppen, Wunden und Verletzungen, Zahnfleischentzündung, Wundspülung, Halsbeschwerden, Brustschmerzen, Hämorrhoiden, Dermatitis. Curanderos behaupten, der Saft sei entzündungshemmend und wirke antitumoral. Weiters verwenden sie ihn gegen Insektenstiche. Nicht verwechselt werden soll die Substanz aus dem amazonischen Regenwald mit dem aus Asien kommenden Drachenblut, einer Substanz von einer Palme (Daemonorops)

Anwendungsempfehlung der Curanderos:

Zur Einnahme von der Flüssigkeit, 10-15 Tropfen in eine Tasse mit Wasser geben, 1-3 mal täglich trinken. Äusserlich aufgetragen wiederhole man die Einreibung 2-4 mal täglich, jedoch bei Herpes Labialis etwa stündlich. Nicht verwechselt werden soll die Substanz aus dem Regenwald mit dem aus Asien kommenden Drachenblut, einer Substanz von einer Palme (Daemonorops). Im Krankheitsfall nach dem Arztbesuch einen Curandero persönlich befragen!