Lapacho, Tawari negro, Tawari amarillo, Tabebuia Avellandeae.
Familie: Bignoniaceae (Bignoniagewächse oder Trompetenblütler)
Native Bezeichnungen: Pau D´Arc, Ipe Roxo, Lapacho, Tahuari, Taheebo, Tabebuia ipe, Tajy

Der bei uns als Lapacho bekannte Medizinbaum des tropischen Regenwaldes, wird bis zu 30 Meter hoch und bis zu 700 Jahre alt. Er ist eine stolze Baum-Schönheit. Von den Tabebuia Arten gibt es angeblich über 200 die inzwischen bekannt sind. Ihre aussergewöhnliche Blütenpracht findet viel Bewunderung, was dazu führte, dass ein Regenwaldbaum nun auch in den grossen Städten Südamerikas als beliebter Emigrant zu finden ist. Tabebuia Impetiginosa hat wunderschönen purpurfarbenen Blüten und wird auch der Purpurlapacho genannt. Tabebuia Hepaphylia blüht gelb. Tabebuia Bahamensis hat weisse Blüten. Jedoch auch für die Qualität seines besonders harten Holzes, das vielfältigste Verwendung findet, unter anderem im Hausbau und Bootsbau, ist der Baum bekannt. Er zählt grundsätzlich zu den meistbegehrtesten Tropenhölzern. Doch haben lange nicht alle Arten der Tabebuja Heilwirkung. Bei der radikalen Abholzung dieser Baumarten verschwinden auch die wertvollen Medizinbäume aus dem Regenwald, deren Wert als Nutzholz in keinem Verhältnis zu ihrem Wert als Medizinbaum steht. Dies ist eine tragische Sache, welche die Curanderos dazu nötigt, laut um Hilfe zu rufen.

Der Baum, der von der indigenen Bevölkerung auch als „Baum des Lebens“ bezeichnete wird, ist ein besonderer Medizinbaum. Es kann vorkommen, dass jemand in Europa ein Möbelstück aus Tropenholz in der Wohnung stehen hat, das als Tee verkocht, vielleicht das Leben des Besitzers entscheidend verlängern könnte. (Im Zweifelsfall einen Curandero befragen!) Die medizinische Verwendung der Tabebuia Arten bei den Stämmen des Amazonas ist gut dokumentiert. Auch wenn sie oft tausende Kilometer entfernt leben, nutzen sie den Baum für dieselben medizinische Anliegen.( T. serratifolia, T. chrysantha, T. heptaphylla, T. impetiginosa, T. rosea.)

Einige Indianerstämme haben das Holz u. a. auch zur Herstellung von Bögen und Pfeilen benutzt. Deshalb haben sie den Baum „Pfeil“ genannt. Indianer der Guarani- und Tupi-Stämme bezeichnen den Baum „tajy“, d. h. „Kraft und Dampf haben“ Bei den Inkas waren seine heilenden Qualitäten ebenso beliebt. Lapacho ist in den sechziger Jahren in Brasilien über die Medien so bekannt geworden, dass verzweifelte Heilungssuchende die Parks und botanischen Gärten gestürmt haben, und die Bäume entrindet haben. Als die Botschaft dann nach Europa gelangte, führte es dazu, dass Tabebuia Arten mit geringem bis keinem medizinischen Wert, oder nur gleichfarbige Hölzer ebenso als Lapacho exportiert wurden, was seinen Ruf ruiniert hat. Wenn seriöse Curanderos in Peru, den dort als Tahuari (Tahuari Negro, Tahuari Amarillo) bekannten Baum zu Heilzwecken verwenden, sollte dieser zumindest vierzig Jahre alt sein. Der Curandero wird dort wo das Frühlicht der Sonne den Baum zuerst bescheint, ein kleines Stück Rinde entnehmen.

Bei folgenden Beschwerden empfehlen die Curanderos in Peru den Medizinbaum bei: Tumorerkrankungen und Krebs – tawari negro allgemeine Organismusstärkung – tawari negro, tawari amarillo Senkung des Blutzuckerspiegels – tawari amarillo Heilung der Gallenblasensteine – tawari amarillo Lebererkrankungen – tawari amarillo Allgemeine Verwendung in der Volksmedizin Perus: Allergien, Durchfall, Diabetes,Erkältung, Husten, virale Infektionen, bakterielle Infektionen, Parasiten, Pilzinfektionen, Warzen, Schlangenbisse. Der Tee kann mit anderen Tees des Regenwaldes wie z.B. Una de Gato gemischt werden; ja selbst mit unserem Brennesseltee. Die übliche Anwendung im Regenwald: Die Rinde soll 20 Minuten auf kleiner Flamme gekocht werden. Die zu trinkende Teemenge variert in den Angaben je nach Anliegen von einer Tasse täglich, bis zu einem Liter. Im Krankheitsfall nach dem Arztbesuch einen Curandero persönlich befragen.