Lat.: Anacardium occidentale Linne
Fam.: Anacardiaceae
Nativer Name: Cajubaum, Acajubaum

Der Cajubaum ist ein kleiner immergrüner Baum, der etwa 10 – 12 Meter hoch wird und einen Stammdurchmesser von etwa 30 cm erreicht. Seine unscheinbaren kleinen Blüten duften hoch aromatisch. Die eigenwilligen Früchte, als Kaschuapfel bezeichnet, sind scharlachrot oder gelb und duften nach Moschus. Gelbe Äpfel sind deutlich süsser als rote. In Notzeiten essen die Waldbewohner nicht nur das Fruchtfleisch sondern auch die Knospen. Die Bedeutung der Knospen, Früchte und Nüsse als Nahrungsmittel im tropischen Regenwald ist vielschichtig. Lange bevor die Europäer den Baum in aller Welt bekannt machten, haben die Stammesvölker Amazoniens ihn entlang der Flüsse gepflanzt.

Volksmedizinische Anwendung in Peru:

bei Erkältungen, Grippe, Durchfall, Fieber und Hautinfektionen. Verwendung finden Blätter, Rinde, Früchte und Fruchtöl. Es heisst u.a., Baumextrakte töten Bakterien, stoppen Durchfall, töten Keime, wirken entzündungshemmend, reduzieren Fieber, wirken gegen zu hohen Blutdruck. Ein westlicher Blick: Portugisischen Eroberer ihn 1578 erstmals erwähnten, hatten die Regenwaldbewohner ihn bereits systematisch angebaut. Seine Nüsse, inzwischen bei uns als Cashew wohlbekannt, fanden in der ganzen Welt Verbreitung. Die Weltproduktion liegt inzwischen bei 110 000 t pro Jahr. Während Indien die in Plantagen gezüchteten Nüsse exportiert werden, so ist es dort üblich, dass etwa 85% der Früchte vernichtet werden. (Bäume der Tropen; Schütt, Weisgerber, Schuck, Lang, Stimm, Roloff.; 1994)